1. Wandertour 2012

Am Mittwoch den 28.03.12 veranstaltete die Fitness Oase Wörth die erste Wandertour 2012 die Tour führte diesmal nach Hauenstein zum 15 km langen „Schusterweg“...

Ehe wir den Einstieg des Wanderweges oberhalb des Parkplatzes des Netto-Supermarktes erreichen, gehen wir an den zahlreichen Outlets und der Gläsernen Schuhfabrik vorbei. Shoe City lockt mit Schuhen des Pirmasener Unternehmens Peter Kaiser, das hochwertige und hochpreisige Schuhe produziert, aber auch mit ROMIKA und bugatti shoes. Sport Marke bietet nicht nur Schuhe in Hülle und Fülle, sondern auch Sportbekleidung jeder Art. Hundert Meter weiter lädt die Gläserne Schuhfabrik zum Besuch ein. Was ursprünglich eine Marketingidee war, erweist sich als ernsthafte Produktionsstätte, in der vor allem in Handarbeit gesteppt, geklebt, gepresst, gedämpft und genäht wird, bis ein Schuh für den Verkauf fertiggestellt ist. Weibliche Beschäftigte sind mit dem Kleben von Schuhverschlüssen und mit dem Nähen und Steppen von Schäften beschäftigt, männliche Mitarbeiter sorgen dafür, dass die Schuhe durch Dämpfen und „Ziehen“ die richtige Form erhalten. Dass Sohlen aus mehreren Lagen zusammengenäht werden, kann man ebenso sehen wie das unter Druck erfolgte Verkleben von Obermaterial und Brandsohle. Wer nach Schuhen schaut, die er unbedingt kaufen möchte, der wird nicht nur bei Josef Seibel das passende Paar finden, sondern auch an anderen Orten der Schuhmeile Hauenstein: Eine Million Schuhe, so der Werbeslogan, warten täglich, auch sonntags, auf Käufer!

Das Felsentor ruft
Noch einer kleinen Stärkung ging es  strammen Schritts zum Einstieg des Wanderwegs. Dieser Einstieg erfolgt über einen schmalen Pfad, der sich einen Hang emporzieht. Obenauf thront ein mächtiger Felsen, der ausschaut, als habe man Lagen von Pfannkuchen aufeinandergelegt. Links und rechts des Pfades gedeihen junge Birken, sprießt Heidekraut. Wegmarkierungen an der Felsenwand sind nicht zu übersehen, ob nun ein schwarzes H auf weißem Kreis oder ein rot-weißer oder gelb-roter Balken, die alle auf unterschiedliche Wanderwege verweisen. Wir allerdings folgen nur dem schwarzen Schuh, der uns im Verlauf des Weges zu zahlreichen markanten Buntsandsteinfelsen führt. Auf geht es auf eine Tour, die am sogenannten Felsendurchbruch beginnt und auch eine Einkehr im Wanderheim „Dicke Eiche“ einschließt.

Buntsandsteinfelsen und Kiefernnadeln
Auf Waldpfaden, über die sich Wurzeln gelegt haben, lenkten wir unsere Schritte durch einen Mischwald, in dem einige mächtige Kiefern, aber auch Eichen und Buchen stehen. Immer wieder drängten rötlich gefärbte Felsen ins Blickfeld der Oase  Wanderer. Durch Verwitterung erscheinen einige in Gestalt versteinerter Reptilien – doch das ist alles eine Frage der eigenen Fantasie. Hier und da gibt der Wald den Blick auf Hauenstein frei. Dann sieht man die mächtige Kirche des Schuhdorfes und auch den weißen Kubus des Deutschen  Schuhmuseum in der Ferne.

Einige der Felsen am Wegesrand sind stark ausgewaschen, sodass sie einen schützenden Überhang bilden – idealer Ort für eine kleine Pause. Auch die eine oder andere Bank am Wegesrand lud zum Verweilen ein.

Unterwegs erfuhren wir auch, wohin die mit farbigen Balken markierten Wege führten. Auf dem mit rot-weißem Balken ausgewiesenen Weg kammen wir nach Vier Buchen und Erfweiler.

Zum Neding-Gipfel
Unterwegs querten wir eine Straße, die zum Bahn-Haltepunkt Hauenstein-Mitte führt. Über einen teilweise instabilen Hang – Einstieg Schusterpfad Am Neding – setzten wir unsere Tour fort. Nun ging es stetig zum Neding-Gipfel. Auf dem Weg dorthin passierten wir ein weiteres Felsentor, ehe wir auf einen Felsensporn hinaufstiegen und den mit Heide bewachsenen Gipfel mit Gipfelkreuz und Bank erreichten Von hier oben hatten wir bei so einem schönen Tag eine klare Sicht, über Felsenkamine und Felsnadedeln.

Nach dem Abstieg setzten wir unsere Tour entlang von aufgeschichteten Sandsteinformationen fort, die teilweise durch die Stämme von Eichen und Buchen hindurchschienen. Steinmännchen markieren immer wieder unseren Pfad, der hier und da breite Waldterrassenwege kreuzte.

Talwärts lenkten wir nun unsere Schritte. Sobald wir die Straße erreichten, querten wir diese und stiegen dann wieder bergan in Richtung Karmelkloster

Vor dem Kloster steht die sandsteinerne Statue des hl. Josef, des Namenspatrons des Klosters, und nur wenige Schritte weiter stießen wir auf die St.-Katharina-Kapelle. Unter uns liegt Hauenstein, in dessen Ortsmitte sich der Kirchturm emporreckt. Streuobstwiesen formen das charakteristische Landschaftsbild nahe dem Kloster.

Es war ein super schöner Tag der allen viel Spaß und einigen auch noch am nächste Tag in den Muskeln steckte...